Blumen des Bösen · Archiv seit 1992

Historie

Diese Chronik stammt von der alten Bandseite unter blumen-des-boesen.de, die von 1999 bis 2002 unter secretside.purespace.de lag. Erhalten ist sie nur im Internet Archive, in der Fassung vom 10. März 2002. Der Wortlaut ist unverändert übernommen.

Vorzeit

1984: Martin Ullmann (Gitarre) und Severin Schöllhammer gründen ihre erste Gruppe, 2-B-3

1987: 2-B-3 zerfällt

1988-90: Die beiden sind bei EXCALIBUR. Zu dieser Zeit entsteht „All flowers fade“. Die ersten Konzerte und das erste Demo!

1990: Einige Proben unter dem Namen DIE BLUMEN DES BÖSEN

1991: Martin & Severin sind bei den FLOWERS OF EVIL

1992

Juni: Gründung der BLUMEN DES BÖSEN durch Marty González Martín (Gesang, Querflöte), Martin (Gitarre), Severin (Baß) und Volker Schmieding (Schlagzeug).

Oktober: erste Demo-Kassette („Den Blumen des Bösen verfallen“) erscheint; die 6 Stücke wurden an nur einem Tag eingespielt! Tontechniker ist, wie auch bei fast allen späteren Aufnahmen, Roman Schönsee

November: erstes Konzert - mit M.D.W., im Big Bang in Nürtingen

1992/93: Marty ist Gastsängerin für eine Demokassette von DYSTROPHY, die erste CD von PYOGENESIS und die einzige CD von DYSTROPHY

1993

April: die '92 aufgenommene erste 7“ E.P. „Kein Tag ohne Revolution“ erscheint.

ca. Mai: Eddie Stehblau (auch Mitglied von DYSTROPHY) ersetzt Volker Schmieding

Dezember: Erste Konzerte außerhalb Baden-Württembergs, zusammen mit EINLEBEN und ESKALIERENDE VERNUNFT. Bei dem Konzert in Mönchengladbach sind die Mitglieder von EA 80 im Publikum und Hals Maul kauft die Debut 7“ E.P.!

1994

Januar: Arno Ritter ersetzt Eddie Stehblau († 1998).

Juni: die zweite Demo-Kassette, „Der Chor brüllt uns nicht nieder“, aufgenommen '92 & '94, erscheint.

1994: Angebot von Kaktus Records, ein ganzes Album zu machen. Allein das Format (LP/ CD/ 2x 10“) ist noch unklar

Dezember: Gründungsmitglied Martin Ullmann erklärt, daß er die Gruppe verlassen wird. Tiefe Krise. Man beschließt, das geplante Album dennoch aufzunehmen.

1995

Mai: Martin Ullmann verläßt endgültig die Gruppe. Die Herzen der Blumen bluten! Für ihn kommt Bernd Mall (ex LOONATIKK) Martins Abschiedskonzert in Öhringen ist gleichzeitig die Release-Party des ersten Albums, „Übermut werde Spaten“

Juni: erstes Auslandskonzert - in Rambouillet bei Paris

Juli: Beitrag zu dem LP-Sampler „Irokäse Sound Vol. II“

September: erste Tour der BLUMEN DES BÖSEN - durch Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen & Thüringen. Einige Konzerte davon mit LIFE FOR SALE

Dezember: erstes Konzert mit Kornel Lapon (Saxophon)

1996

Januar: Arno Ritter verläßt die Gruppe. Für ihn kommt der Drumcomputer Igor.

März: Beitrag zu dem CD-Sampler „Rabauz - die erste“

März/April: die Kassette „Friede den Hütten“ erscheint auf Gorkon Tapes

Mai: zweiter Besuch der BLUMEN DES BÖSEN in Rambouillet - am Grab des Meisters in Paris. Dort eins seiner Gedichte vorgelesen: „An Jene, die allzu glücklich ist“. Ein herrlich trüber und düsterer Tag, wir alle wünschen dem Meister, daß es am Tag seiner Beisetzung ebenso war, seiner würdig

Juni: Bernd Mall wird durch Waldek Kopec ersetzt

September: Nox (ein Roland R8) wird die Blumenschrittmacherin

Oktober: erstes Konzert in neuer Besetzung, in Tübingen

1997

April: In Öhringen Abschiedskonzert von Marty, ohne daß irgendjemand weiß, daß es ihr letztes sein wird. BUR MONTER spielen ebenfalls

April: ein unveröffentlichtes Demo wird live im Proberaum eingespielt

September: Aufnahme des zweiten Albums: 14 Lieder (Arbeitstitel: „13 oder 12b“). Unerträgliche Spannungen innerhalb der Gruppe, ein Untergang kündigt sich an...

November: Marty verläßt erst Severin, dann auch die Gruppe. Die Veröffentlichung des zweiten Albums wird auf unbekannt verschoben. Wieder mal am Abgrund...

Dezember: Das Album „Übermut werde Spaten“ wird auf Matatu Records als Picture Disc LP neu aufgelegt

1998

Januar: Kaktus, Labelboss von Kaktus Records, übernimmt den vakanten Sängerposten; ein Großteil des alten Programms der BLUMEN DES BÖSEN wandert in den Müll, dafür entsteht viel neues Material - härter, rauher und düsterer

März: die Split-Single mit den nordirischen HOLSTEINS erscheint auf Kaktus Records. „Albert“! erstes Konzert mit neuem Sänger, in Freudenstadt Aufnahme des Demos „Zwischenstopp“

April - August: Chris Wohlwill ist der zweite Gitarrist der BLUMEN DES BÖSEN

September: Konzert in Esslingen mit Bernd Mall als Gaststar an der zweiten Gitarre. Es ist einer der besten Auftritte der Gruppe seit Langem!

1999

Februar/ April: Plattenvertrag mit Sturmhöhe Records aus Stuttgart. Geplant sind ein Album und eine Tour mit den FLIEHENDEN STÜRMEN im Herbst

April: Releaseparty des CD-Samplers „Geschichten aus der Zwischenzeit“ im Limelight in Stuttgart; neben den BLUMEN DES BÖSEN spielen auch noch HUMAN TIME BOMB, WANK, VERBRANNTE ERDE und FLIEHENDE STÜRME. Eins der besten BLUMEN-Konzerte bislang!!!

April/ Mai: Aufnahme des dritten Albums, daß im August unter dem Titel „Aus Ruinen“ erscheinen soll

Juni: Das verloren geglaubte zweite Album erscheint auf Baudelaire Records (Matatu Records benannte sich eigens für diese Veröffentlichung um) unter dem Titel „Damals, vor zwei Sekunden“

Oktober: Das dritte Album, „Aus Ruinen“ erscheint und wird auf einer ausgedehnten Deutschland-Tour mit den FLIEHENDEN STÜRMEN vorgestellt - Bei einigen Auftritten sind SUBSTANCE OF DREAM und L.S.K. mit dabei

Was nach der Chronik geschah

Die Chronik oben bricht im Oktober 1999 ab — die alte Bandseite wurde ab dem 5. November 1999 nicht mehr angefasst. Was danach geschah, steht nicht mehr auf der eigenen Seite, sondern auf den Seiten anderer, und ist ebenfalls nur im Internet Archive erhalten.

Anfang 2000 nahm die Band ein letztes Stück auf: „Zonengrenze ’84“ für den Sampler „Maschinentrauma“, der Ende Oktober 2000 auf Sturmhöhe erschien. Am 3. Juni 2000 spielte sie im Limelight in Stuttgart, wieder zusammen mit den Fliehenden Stürmen — es war das letzte Konzert. Danach löste sie sich auf. Das Label meldete es im Frühjahr 2001 unter der Überschrift „Traurig aber wahr“ und hoffte, „daß Kaktus, Cornel & Waldek demnächst mit einer neuen Band am Start sind“.

Genau das geschah: Martin „Kaktus“ Roeder, Kornel Lapon und Waldemar Kopec machten als dot.commando weiter, ohne Severin Schöllhammer. Ihre eigene Beschreibung: „Schon bei den Blumen des Bösen, aus denen wir hervorgegangen sind, wankten wir vom Punk zum Wave, Gitarrenpop und wieder zurück. Einige Zeit ist seitdem vergangen, die Schwerpunkte haben sich verschoben.“ Der Samplerbeitrag lief trotzdem noch unter dem alten Namen; Labelchef Andreas Löhr begründete das damit, dass „Zonengrenze 84“ der letzte offizielle Song der Blumen sei.

Belege: Nachrichtenseite von Sturmhöhe, Stand 7. März 2001 (web.archive.org/web/20010307080709/http://www.sturmhoehe.de/News/body_news.html); Nachrichten- und Bandseite von dot.commando, Stand 8. März 2001 und 14. Dezember 2002 (web.archive.org/web/20010308152411/http://www.dot-commando.de/seiten/news.htm); Interview mit Andreas Löhr, Mai 2001, auf der Fanseite von Dirk Gartmann (web.archive.org/web/20020606093257/http://www.sirdirk.de/body_fs.htm).

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