Presse
Was zeitgenössisch über die Band geschrieben wurde, steht heute größtenteils nur noch im Internet Archive. Die Texte gehören ihren Autoren und ihren Zeitschriften; hier stehen deshalb nur kurze Zitate, die Quelle und, wo nötig, die Archivadresse.
Plastic Bomb Nr. 22 — „Übermut werde Spaten“
„Ein weiteres Schmuckstück auf Matatu Rec.. Die Stuttgarter BLUMEN DES BÖSEN machen keinen Punkrock im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine deutschsprachige Variante von CHUMBAWAMBA zur ‚Slap‘-Zeit mit hochpolitischen Texten, die eine direkte Verwandtschaft zum Hippietum nicht leugnen können. Das wird viele vom Kauf abschrecken, aber ebenso viele auch zum Kauf reizen können.“ © Plastic Bomb.
Plastic Bomb Nr. 30 — „Damals, vor zwei Sekunden“
„Getragen von Melancholie und Trauer suhlen sich die Blumen des Bösen zwischen Tragik und Schmerz […]. Es ist ein düsterer Endzeit-Sound mit Saxophon, Querflöte und Keyboard, aus dem die klare, helle Stimme der Sängerin wie ein Lichtkegel herausragt.“ © Plastic Bomb.
Beide Rezensionen sind im Netz nur noch als Zitat auf der Bandseite des Labels Matatu Records erhalten: web.archive.org/web/20030817025051/http://www.matatu-records.de/die%20blumen.htm — das eigene Archiv des Fanzines reicht nicht so weit zurück.
Ox-Fanzine #36, III/1999 — „Damals, vor zwei Sekunden“
Torsten Felter: „Düsterer EmoWavePunk“, begleitet von „punkfremden“ Instrumenten wie Querflöte und Saxophon. Er hält das Album für keine leichte Kost, aber für etwas Besonderes mit „Liedermacher-Flair“. Vollständig nachzulesen unter ox-fanzine.de/review/damals-vor-zwei-sekunden-lp-4291. © Ox-Fanzine und Torsten Felter.
Medienkonverter, 14. Oktober 1999 — „Aus Ruinen“
Eine Besprechung, die die Musik als „Deutsch Elektropunk mit NDW und Dark-Einflüssen“ einordnet und zwei von fünf Sternen vergibt. Bemerkenswert ist eine Nebenbemerkung: Der Rezensent stellt fest, dass die Bandseite seit dem 5. November 1999 nicht mehr aktualisiert wurde und im Gästebuch bereits über eine Auflösung gemutmaßt wird. Nachzulesen unter medienkonverter.de/artikel/die-blumen-des-bsen-aus-ruinen-1999. © Medienkonverter.de.
Konzertbericht Chemnitz, 15. Oktober 1999
Der Bericht, nach dem in zwei Durchgängen vergeblich gesucht wurde, liegt im Archiv: Dirk Gartmann („Sir Dirk“) aus Berlin fuhr für 124 DM Fahrtkosten ins AJZ Talschock. Die Blumen kamen gegen 22.30 Uhr auf die Bühne und spielten 45 Minuten vor rund 250 Leuten: „Die Blumen waren wirklich gut, wurden aber überhaupt nicht akzeptiert. Nach jedem Song klatschten nur 2–3 der etwa 250 anwesenden Leute.“ Danach spielten die Fliehenden Stürme. © Dirk Gartmann. Quelle: web.archive.org/web/20020606093257/http://www.sirdirk.de/body_fs.htm
Konzertbericht Stuttgart, 3. Juni 2000 — das letzte Konzert
Auf derselben Seite steht der Bericht eines Besuchers aus Heidenheim, der nur „André“ genannt wird. Er beschreibt den Abend im Limelight, ohne zu wissen, dass es der letzte der Band war: gut eine Stunde Spielzeit vor höchstens 150 Zuschauern, ein unhörbarer Gitarrist, ein elektronisches Schlagzeug, das „kaum hörbar vor sich hin“ trommelte, und ein Saxophon, das ihm gefiel. © André, veröffentlicht von Dirk Gartmann.
Über die Nachfolgeband, aber über die Blumen
Drei Besprechungen der Nachfolgeband dot.commando erwähnen die Blumen ausdrücklich. Interzone Nr. 2 (Oktober 2002) nennt sie eine Band, „die von vielen Leuten ja lange als Geheimtip galten, aber nie wirklich den Bekanntheitsgrad erreichten, den sie verdient gehabt hätten“, und hört im Nachfolger einen härteren, zeitgemäßeren Klang. Das Ox (8. März 2002) und das Plastic Bomb (3. Dezember 2001) verweisen ebenfalls auf die Herkunft. © die jeweiligen Zeitschriften. Quelle: web.archive.org/web/20021214011640/http://dot-commando.de/seiten/presse.htm
Was weiter fehlt
Von den Radiomitschnitten der Wüsten Welle Tübingen (3. Oktober 1995 und 2. September 1997) ist nichts auffindbar; der Sender ist im Archiv erst ab 2000 vertreten. Aus den Jahren vor 1999 gibt es überhaupt keine erhaltene Berichterstattung im Netz — was damals gedruckt wurde, wurde nie ins Netz gestellt. Wer Hefte im Regal hat, möge nachsehen.