Eugen
1999 · Aus Ruinen
Um die Ecke, nicht weit weg
da wohnt er noch am gleichen Fleck
wo er ist seit vielen Jahren
die wir allzeit Freunde waren
sein Haus hat keine Türen
die ihn nach draußen führen
so sitzt er st[umm] Jahr für Jahr
wo er schon immer war
Sein Leben läuft in selben Takt
wie es einmal begonnen hat
Tagein, tagaus, er ist allein
bald wird er völlig einsam sein
doch Eugen merkt es lang nicht mehr
sein Leben stört ihn gar nicht sehr
er klebt an [seinem S]essel fest
[der] ihn nicht mehr nach draußen läßt
Die Zeit ist reif, es ist so weit
wir holen ihn aus der Einsamkeit
wir holen ihn ans Tageslicht
den Eugen, den vergißt man nicht
Konzerte und 'ne Flasche Wein
er wird ein anderer Eugen sein
noch ist er um die Nase blaß
doch bald macht ihm sein Leben Spaß
Um die Ecke, nicht weit weg
da wohnt er noch am gleichen Fleck
wo er ist seit vielen Jahren
die wir allzeit Freunde waren
sein Haus hat offene Türen
die ihn nach draußen führen
so sitzt er nicht mehr Jahr für Jahr
wo er schon immer war
Abgeschrieben vom Booklet-Scan. Aus dem Bandarchiv, von Sven Schöllhammer über Signal am 2. September 2026. Text: Kaktus Roeder / Severin Schöllhammer. Musik: Die Blumen des Bösen.